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Repression global: Die Einzelnen sind couragiert

Neuer Amnesty-Jahresbericht sieht Menschenrechte stark bedroht

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Foto: amnesty.fr

Extrem beunruhigend ist aus Sicht von Amnesty zudem ein neues Regierungshandeln. Kritische Stimmen würden mit Verweis auf Sicherheitsgründe vielerorts teils brutal, teils subtil zum Schweigen gebracht.

(KNA). Keine Verbesserung in Sicht. Der Amnesty Jahresbericht zeichnet eine düstere Lage der Menschenrechte. Einziger Lichtblick: das couragierte Eintreten Einzelner.

Die Vorher-Nachher-Bilder der syrischen Stadt Aleppo machen das Unfassbare sichtbar. Einst eine blühende Metropole, Hauptstadt islamischer Kultur, liegt die Stadt heute in Schutt und Asche. Die Zerstörung Aleppos ist aus Sicht von Amnesty International nur ein Beispiel dafür, dass die Menschenrechtslage sich trotz politischer Versprechen im vergangenen Jahr weiter verschlechtert hat. Im aktuellen Jahresbericht, der am 22. Februar weltweit veröffentlicht wurde, schreibt Amnesty von einer Welt, die „finsterer und unsicherer“ ist und appelliert an jeden Einzelnen, mehr Mut gegen „Entmenschlichung“ zu beweisen.

Alljährlich veröffentlicht die Organisation einen Überblick über die Menschenrechtslage in rund 160 Ländern der Welt. Bereits im Jahr zuvor hatte die Menschenrechtsorganisation ein düsteres Weltbild gezeichnet und ein Versagen der internationalen Gemeinschaft beklagt. Ein Jahr später scheint die Lage dem Bericht zufolge keinen Deut besser, gar dramatischer.

Als womöglich größtes der vielen politischen Erdbeben führt der Bericht die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten an. „Trumps vergiftete Wahlkampfrhetorik war nur ein Beispiel eines weltweiten Trends hin zu einer Politik, die auf Wut und Spaltung setzt“, klagte Amnesty-Generalsekretär Shetty. Barack Obama habe an vielen Stellen versagt, Trumps Ankündigungen seien indes furchterregend.

Vor diesem Hintergrund brauche es couragierte Stimmen, die sich gegen Unrecht und Unterdrückung zu Wort meldeten, fordert Amnesty. Hier habe es viele leuchtende Beispiele im vergangenen Jahr gegeben. Solche Menschenrechtshelden brauche es auch im neuen Jahr.

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