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Schalom Aleikum soll weitergehen

Zentralrat will jüdisch-muslimisches Dialogprojekt fortsetzen

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Foto: Schalom Aleikum, Facebook

Berlin (KNA/dpa). Der Zentralrat der Juden will sein in diesem Jahr begonnenes jüdisch-muslimisches Dialogprojekt „Schalom Aleikum“ auch im kommenden Jahr fortführen. Ziel ist es, durch Begegnungen und Gespräche von Juden und Muslimen in vielen Städten Deutschlands gegenseitige Vorurteile abzubauen und Antisemitismus gar nicht erst entstehen zu lassen. Das im Mai gestartete Projekt war zunächst bis Ende des Jahres angelegt.

Es gebe definitiv Vorurteile auf jüdischer und auf muslimischer Seite, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster am Mittwoch in Berlin. „Wenn es uns gelingt, durch diese Veranstaltungen Vorurteile abzubauen, dann haben wir viel gewonnen.“

Ein Förderantrag für eine Verlängerung um zwei Jahre sei bereits eingereicht, teilte Schuster weiter mit. Künftig sollten auch gezielt Jugendliche in sozialen Brennpunkten angesprochen werden, hieß es. Antisemitismus passiere häufig in Schulen, erklärte Schuster. Daher sei es über das Projekt hinaus ebenfalls wichtig, Lehrer darin auszubilden, wie sie damit umgehen sollten.

In diesem Jahr wurde das Dialogvorhaben von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, mit 1,2 Millionen Euro gefördert. Veranstaltungen gab es bereits in Berlin, Leipzig, Osnabrück und Würzburg. Im Fokus standen dabei Start-ups, Familien, Frauen und Senioren. Weitere Termine sind geplant, etwa in Köln. Das Projekt richtet sich bewusst nicht an Funktionäre. Auch Christen und Konfessionslose nahmen an Gesprächen teil.

Als Teil des Begegnungsprojekts waren laut Schuster in Berlin Start-Up-Gründer aus beiden Religionsgemeinschaften zusammengekommen. Dabei hätten beide Seiten festgestellt, dass sie als Unternehmer die gleichen Probleme hätten. „Ob sie jüdisch oder muslimisch sind, spielt dabei keine Rolle”, sagte Schuster. Ähnliche Erfahrungen hätten Schüler in Würzburg, Frauen in Leipzig und Senioren in Osnabrück gemacht. Gemeinsam seien vielen Teilnehmern aber auch häufig Erlebnisse von Ausgrenzung und Diskriminierung.

Im kommenden Jahr soll das Projekt in sozialen Brennpunkten ausgebaut werden. Dabei werde es auch um das Mobbing gegen jüdische Schüler und antisemitische Schimpfworte gehen.

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