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Schüsse am Familienhaus von DITIB-Generalsekretär

Pressemitteilung des Bundesverbandes: Eskalationen spitzen sich zu

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Foto: Abdurrahman Atasoy, Facebook

Köln (IZ). Wie eine Pressemitteilung des Türkisch-Islamischen Bundes (DITIB) mitteilte, wurde am Samstag, den 22. Februar nach einer Sitzung des baden-württembergischen Landesverbands das Haus ihres Generalsekretärs, Abdurrahman Atasoy, beschossen.

Nach der Sitzung seit Atasoy nach Heilbronn zu seinem Bruder gefahren. Beim Parken des Wagens fielen 5-6 Schüsse in unmittelbarer Nähe, teilte die DITIB mit. „Erschreckt und aus Angst um Leib und Leben, rief seine Schwester sofort die Polizei. Diese jedoch nahm die Anzeige nicht ernst, schickte zwar einen Streifenwagen, der nur vorbeifuhr, ohne mit den Betroffenen zu reden.“

Die Nacht habe die Familie „in Angst und Schrecken“ verbrachte. Sie wartete die ganze Zeit auf eine Rückmeldung der dortigen Polizei. Am Morgen fanden sich 5 Patronenhülsen vor dem Familienhaus. Telefonisch verständigt hätte die Polizei herablassend reagiert. Erst, nachdem sie vor Ort waren, verhielten sich die Beamten „sehr aufmerksam“ und hätten den Vorfall „entsprechend umsichtig“ aufgenommen.

Für die DITIB zeige dieses Verhalten der Heilbronner Polizei zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme „eindrücklich“, dass der Hanauer Terror und seine Opfer längst nicht bis in die Niederungen der Polizeiarbeit angekommen sei.

Im Nachgang falle in diesem Zusammenhang rückblickend auf, dass sich in den letzten Wochen eine gefährliche Drohkulisse aufgebaut habe. So seien vor etwa 2 Wochen die rechten Fensterscheiben an den Privatfahrzeugen von Kazim Türkmen, Vorstandsvorsitzender des DITIB- Bundesverbandes, von Abdurrahman Atasoy, Generalsekretär im DITIB- Bundesvorstand, und von Muharrem Kuzey, Vorsitzender des religiösen Rates im DITIB-Landesverband Köln, eingeschlagen worden.

Man erwarte, dass die gegenwärtigen Übergriffe gegen MigrantInnen und MuslimInnen, ihre Gotteshäuser und kulturelle Einrichtungen von Polizei, Staatsschutz und Politik ernst genommen würden. „Wir erwarten, dass ein jeder mit Leib und Leben sich sicher fühlen kann und nicht herablassend behandelt wird, wenn er Vorfälle meldet. Wir wollen nicht vertröstet werden, wir wollen nicht in Angst leben, wir wollen nicht daran zweifeln, ob unsere Bedürfnisse wahrgenommen werden.“

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