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Sich nicht ­stressen lassen

Mit kleinen Kindern ändert sich der Alltag, doch gibt es Tipps und Tricks, wie sich der Ramadan vereinfachen lässt

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Foto: Public Domain Pictures

Der kommende Monat ist eine friedliche Zeit, wenn wir eine Pause von unserer täglichen Routine nehmen und uns auf unsere Beziehung zu Allah konzentrieren können. Das Leben scheint sich zu verlangsamen. Man muss weniger kochen, hat viel mehr Zeit für Qur’an und das Gebet und überhaupt zur Stärkung seines Herzens. Es ist ein wahrer Rückzug – oder ein Traum, der für die Mütter kleiner Kinder unerreichbar ist.

Keine Chance, länger im Bett zu ­bleiben oder nachmittags eine Siesta zu machen. Und Fasten wird nicht leichter, wenn man die Babys rund um die Uhr füttern muss. Bedeutet das nun, frau muss auf ihren spirituellen Antrieb im Ramadan verzichten, sobald sie Mutter wird? Nun, dieser Monat wird niemals der Gleiche sein, sobald unselbstständige Kinder um einen sind. Mit etwas Planung und Berücksichtigung lässt sich diese Zeit jedoch bewältigen.

Planung, Planung und nochmals Planung – am besten schon im Vorfeld. Es hilft, vorab Einkaufslisten aufzustellen, Geschenke für die Kinder zu besorgen und Mahlzeiten durch Vorbereitung zu erleichtern. Schlaf- und Ruhezeiten können geplant werden. So kann frau nach Suhur, wenn die Kinder wahrscheinlich schlafen, Qur’an lesen. Lässt man die Kinder später als gewöhnlich einschlafen, ist eine Siesta mit ihnen am Nachmittag möglich. Planung gibt uns ein wenig mehr Klarheit und lässt Stress in letzter Minute reduziert werden.

Gleichzeitig dürfen wir uns auch nicht sorgen, wenn unsere Vorhaben scheitern. Es wird Tage geben, wenn ein Kleinkind uns nicht zur Ruhe kommen lässt oder uns beim Gebet stört. Wir dürfen nicht vergessen: Beim Ramadan geht nicht um einen Wettbewerb, einander in der Verrichtung freiwilliger Handlungen der Anbetung zu übertreffen. Es geht darum, Allah zufriedenzustellen. Der Prophet, möge Allah uns segnen und ihm Frieden geben, lehrte uns: „Die Belohnung von Taten hängt von den Absichten ab und jede Person erhält die Belohnung entsprechend dem, was sie beabsichtigt hat.“ Frauen, die Kinder stillen, können verpasste Fastentage im Winter nachholen, wenn die Tage kürzer sind.

Unsere Spiritualität besteht nicht nur in der Qur’anrezitation oder im freiwilligen Nachtgebet (arab. tarawwih). Auch die Erinnerung an Allah (arab. dhikr) und das Bittgebet (arab. du’a) sind Formen der Anbetung. Beide lassen sich an beinahe jedem Ort und bei fast jeder Gelegenheit tun. Gerade bei alltäglichen Verrichtungen sind sie empfohlen. Wir müssen lernen, uns zu entspannen, Allah weiß, dass das Muttersein eine harte Arbeit ist. Wir müssen mehr in Begriffen der Qualität denken als nur an die Menge. Was zählt, ist nicht die Dauer der freien Zeit für das spirituelle Wohlergehen, sondern deren Intensität.

Sehr hilfreich sind eine gründliche Reinigung und ein sorgsames Aufräumen des Hauses vor Beginn des gesegneten Monats. Das verringert die Menge an Hausarbeit im Ramadan. Je weniger Dinge herumliegen, desto weniger muss man tun. Bestimmte Dinge wie Bügeln lassen sich besser vorher erledigen. Die Planung und Vereinfachung sollte auch in der Küche umgesetzt werden. Der Sinn des Monats ist es nicht, Festmahle abzuhalten. Es lohnt sich, hier im voraus zu planen, damit niemand enttäuscht reagiert, wenn sein Lieblingsgericht einmal nicht auf den Tisch kommt. Besser – und gesünder – ist es, die Mahlzeiten während des Monats einfacher zu halten und die besten Rezepte für die Feiertage aufzuheben. Am besten, Sie entscheiden sich für eine Handvoll simpler und schneller Rezepte, die verhindern, dass frau den ganzen Tag in der Küche zubringt. Außerdem sollte die ganze Familie an der Zubereitung der Mahlzeiten beteiligt werden.

Es ist wichtig, dass die Kleinen zu essen haben. Der Satz „wenn ich nichts esse, kriegt niemand was“, hilft bei einem hungrigen Kind nicht weiter. Ein Solches ist ein wütendes, launiges und freches Kind. Ihre Mahlzeit zur rechten Zeit wird die Dinge einfacher machen. Auch hier geht es einfach. Für sie sollte man gesunde Snacks wie Obst, Trockenfrüchte oder Vollkornkekse bereithalten.

Beim Umgang mit dem Nachwuchs im Ramadan hilft auch, ihn an diesem Monat teilhaben zu lassen. Dieser Monat ist so eine schöne, gesegnete Zeit. Vorab können wir mit ihnen Dekorationen für das Haus basteln, eine passende Geschichte vorlesen oder einen Kalender mit ihnen basteln, um sie in Stimmung zu bringen. Dazu gehört auch, sie an den Vorbereitungen für das Fastenbrechen zu beteiligen; und sei es nur, dass sie die Datteln auf den Tisch stellen.

Weiterführender Tipp: gruenebanane.de

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