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Soziale Medien in der Kritik

Video des Attentäters fand ungehindert Verbreitung

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Foto: pixabay.com, Pixelkult

London (dpa) – Nach dem tödlichen Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch hat der Terrorismus-Experte Peter Neumann mehr Hilfe von Internetkonzernen im Anti-Terror-Kampf eingefordert. Zwar sei eine hundertprozentige Live-Überwachung von YouTube, Facebook und anderen Online-Plattformen zum Aufspüren blutrünstiger Terrorpropaganda unrealistisch, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Dennoch könnten die Unternehmen mehr tun als bislang, um etwa die Übertragung von Attentaten zu erschweren. „Gegen die rasante und massenhafte Verbreitung lässt sich nur mit mehr Einsatz von Personal und Technik vorgehen, mit deren Hilfe diese brutalen Videos gelöscht werden“, sagte Neumann, der am Londoner King’s College zu Extremismus und Radikalisierung forscht.

„Die brutale Tat live zu übertragen dient zum einen einer narzisstischen Selbstinszenierung des Täters“, erklärte Neumann. „Zum anderen soll die Tat so medial verbreitet werden. Das ist neben Manifest und Verweisen durch den Attentäter Teil der Propaganda-Strategie.“ Die einschlägigen Online-Plattformen könnten dies mit geeigneten Mitteln durchkreuzen „und so auch ihrer Verantwortung als global agierendes Unternehmen“ gerecht werden.

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