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Türkei: Die bisherige Militärkooperation könnte ein plötzliches Ende erleben. Von Emre Soncan

Empfindliche Einbußen erwartet

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(Zaman). Alle Augen sind im Augenblick auf den Fortgang der türkisch-israelischen Beziehungen gerichtet, nachdem Israel einen maritimen Hilfskonvoi in internationalen Gewässern angegriffen und geentert hatte. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben, wesentlich mehr wurden verletzt und zeitweilig von Israel interniert. Im Augenblick unterhalten die Türkei und Israel wirtschaftliche Kooperationen in Höhe von 1,7 Mrd. Euro und militärische in Höhe von 1,63 Milliarden. Nach der Aufhebung von Zöllen auf 200 Produkten sowie einem Kooperationsabkommen im Mai 1997 stieg der gemeinsame Handel zwischen beiden Staaten deutlich an.

Die Rüstungsindustrie zählt zu einem entscheidenden Schlüsselpunkt zwischen beiden. Diese Kooperation fing in den frühen 1990er Jahren an. Während 13 Projekte fertiggestellt wurden, warten weitere 6 auf ihren Abschluss. Die Türkei erwarb bisher militärische Hightech-Ausrüstung und Israel kaufte von Ankara im Gegenzug militärische Textilien.

Zusätzlich kam es zu einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit bei militärischer Forschung und Entwicklung, gemeinsame Projekten an Universitäten.

Jetzt diskutieren türkische Behörden, wie man in jedem Bereich auf das israelische Verhalten vorgehen sollte. Augenblicklich wird auch die Kündigung von gemeinsamen Rüstungsprojekten diskutiert. Regierung, sowie Zivil- und Militärverwaltung wollen über die Zukunft dieser Vorhaben entscheiden.

Ein Vertrag über die Modernisierung von türkischen F-4 und F-16-Kampfjets durch die israelischen Unternehmen Elbit und Elop könnten aufgehoben werden.

Die Türkei erwartet auch die Fortführung der Lieferung von unbemannten Heron-Flugzeugen, von denen bereits sechs geliefert wurden. Ankara wollte im Jahre 2004 dieser Flugkörper von den israelischen Firmen IAI und Elbit erwerben. Die israelischen Firmen verpassten jedoch den vereinbarten Lieferzeitpunkt.

Auch die Umsetzung eines Programms zur Modernisierung von türkischen Panzern, dass Umfang von mehreren hunderten Millionen Euros hatte, erwies sich als problematisch. Obwohl die Türkei dabei ihrer Zahlungspflicht nachkam, traten regelmäßig Schwierigkeiten bei den überholten Fahrzeugen auf.

Der Artikel erschien am 2. Juni auf der Webseite der internationalen türkischen Tageszeitung “Zaman”.

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