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Türkisches Fernsehen: Serie löst Empörung aus

Die missverstandenen Osmanen

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(iz). Eine TV-Serie des Senders „Show TV“ über den berühmten osmanischen Sultan Süleyman hat in der Türkei eine Welle der Empörung ausgelöst. Die Serie namens „Muhtesem Yüzyil“ stellt den Sultan als Trinker dar, der im – ebenfalls historisch falsch dargestellten – Harem seinen Gelüsten nachgeht. Sklaven werden wie Tiere behandelt.

Zahlreiche Protestanrufe erreichten den Sender bei der Ausstrahlung, der Rundfunkrat verzeichnete eine Rekordzahl an Beschwerden – rund 75.000 in 25 Tagen. Namhafte Historiker kritisierten das in der Serie gezeichnete Bild als unhistorisch und sensationsheischend – und rein auf eine hohe Einschaltquote zielend. Eine breite öffentliche und mediale Debatte folgte, Stimmen aus der Politik meldeten sich zu Wort. Show TV selbst räumte ein, dass der Sultan Süleyman der Serie ein reines Fantasieprodukt sei, bestritt aber, dass die Serie das Andenken Süleymans beschädige. Die Debatte zeigt erneut die tiefen Gräben, die durch die türkische Gesellschaft im Andenken an das osmanische Erbe laufen.

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