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Über 1.700 Moscheegemeinden beteiligen sich

Internationale Wochen gegen Rassismus mit großer Resonanz

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Foto: Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus

Mit über 1.700 Freitagsgebeten beteiligen sich Moscheegemeinden bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus. In den Predigten wird von den Imamen betont, dass der Islam mit Rassismus nicht vereinbar ist. Die meisten Freitagsgebete erfolgen am 15. März und manche am 22. März um die Mittagszeit. Zu den Freitagsgebeten ist auch die Öffentlichkeit eingeladen.

An manchen Orten sind Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister von den Moscheegemeinden zu kurzen Ansprachen anlässlich der UN-Wochen gegen Rassismus eingeladen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann in Berlin. „Das ist ein beispielhaftes Engagement der muslimischen Gemeinden in Deutschland“ – so Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus.

In elf Städten werden jüdische Persönlichkeiten zu den muslimischen Gemeinden sprechen. Durch diese Kontakte sollen der Antisemitismus und antimuslimische Rassismus abgebaut werden.

In der vom Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ) vorgeschlagenen Musterpredigt heißt es: „Ob jemand Türke, Araber, Deutscher oder anderer Herkunft ist, ob er weiß oder schwarz ist, ist unerheblich. Kein Mensch hat die Entscheidungsgewalt über seine Abstammung, Rasse oder Hautfarbe. Dies ist außerhalb seines Wirkungsbereiches und daher kein Grund, um daraus Wertigkeit zu schöpfen.“

In der Predigt des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD) wird betont: „Rassismus ist ein Phänomen in Zeiten der Unsicherheit und Orientierungslosigkeit. Es ist ein Zeichen dafür, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft verunsichert sind und sich durch die Ausgrenzung anderer Menschen mehr Sicherheit und eine stärkere Identität versprechen.“

In der Freitagspredigt von DITIB wird gesagt, dass Diskriminierung und Stigmatisierung „eines der größten geistigen Probleme unserer Zeit“ sei. „Dieses Problem beginnt damit, dass […] Unterschiede zur Religion, zum Glauben, zur Rechtsschule, Tradition, Sprache, Ethnie und zum Geschlecht nicht mehr ertragen werden können. Dann wird derjenige, der nicht so denkt wie man selbst, sowie alle, die nicht dasselbe Geschlecht, dieselbe Hautfarbe, denselben Glauben und dieselbe Ethnie haben, zum ‚Fremden und Anderen‘ erklärt.“

In der vorgeschlagenen Predigt der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) heißt es: „Ganz egal, ob Rassismus durch Personen oder auf sozialen Plattformen verbreitet wird, als Muslim müssen wir uns davor hüten und uns eindeutig dagegenstellen. Genauso wie es verletzend ist, selbst diskriminiert zu werden, dürfen auch wir andere nicht rassistisch und diskriminierend behandeln. Wir müssen aktiv gegen den Rassismus sein und uns klar dazu positionieren.“

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus dauern vom 11.-24. März 2019 und werden von der Stiftung gegen Rassismus koordiniert. Neben den 1.700 Freitagsgebeten wurden der Stiftung gegen Rassismus bisher über 1.750 Veranstaltungen für den Veranstaltungskalender gemeldet und können dort eingesehen werden (http://bit.ly/IWgR-Kalender). Weitere Auskünfte erteilt Helena Falk bei der Stiftung gegen Rassismus, Tel. 06151-6678257.

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