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Über hundert IS-Kämpfer zurück in Deutschland

Behörden setzen auf Deradikalisierung und Reintegration

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Foto: Shutterstock.com, Michael Wick

Berlin (dpa/iz). Mehr als hundert IS-Rückkehrer in Deutschland haben nach Angaben des Bundesinnenministeriums Kampferfahrung oder haben sich auf Kämpfe vorbereitet. „Zu über 100 der bislang zurückgekehrten Personen liegen den Sicherheitsbehörden Erkenntnisse vor, wonach sie sich aktiv an Kämpfen in Syrien oder im Irak beteiligt oder hierfür eine Ausbildung absolviert haben“, sagte ein Sprecher auf Anfrage. „Diese Personen stehen unverändert im Fokus polizeilicher und justizieller Ermittlungen.“ Die Anzahl der Verurteilungen bewege sich „im mittleren zweistelligen Bereich“.

Die Behörden gehen laut Innenministerium davon aus, dass mehr als 1060 Extremisten in den vergangenen Jahren aus Deutschland in Richtung Syrien oder Irak aufgebrochen sind. Etwa ein Drittel von ihnen befindet sich demnach wieder in Deutschland. Die Behörden verfolgten einen „ganzheitlichen Ansatz“, zu dem neben strafrechtlicher Verfolgung und Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden auch Deradikalisierung und Reintegration gehörten.

Der Islamische Staat (IS) hatte im Sommer 2014 große Teile im Norden und Osten des Iraks überrannt. Sein Herrschaftsgebiet erstreckte sich damals auch auf große Teile des benachbarten Bürgerkriegslandes Syrien. Örtlichen Truppen und der von den USA angeführten internationalen Koalition gelang es danach, die Extremisten in beiden Ländern nach und nach zurückzudrängen. Im März 2019 verlor der IS seine letzte Bastion im Osten Syriens. Zellen der Dschihadisten sind aber in beiden Ländern weiter aktiv. In den vergangenen Wochen häuften sich Meldungen über Angriffe. Beobachter warnen deshalb vor einem Wiederaufstieg der Terrormiliz.

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