IZ News Ticker

UN-Menschenrechtskommissarin: Rohingya nicht zurückschicken

Unter den Flüchtlingen in Bangladesch grassiere „Schrecken und Panik“ angesichts der drohenden Rücksiedelung nach Myanmar

Werbung

Foto: Anrup Titu | IPS News

Genf (KNA). UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hat die Regierung Bangladeschs vor der Rückführung von Rohingya-Flüchtlingen nach Myanmar gewarnt. Die geplante Umsiedlung von mehr als 2.200 Rohingya in das Nachbarland, aus dem sie vertrieben wurden, verstoße gegen internationales Recht und riskiere das Leben und die Freiheit der Betroffenen, hieß es in einer am Dienstag in Genf veröffentlichten Erklärung des UN-Menschenrechtsbüros.

Das Büro erhalte fortlaufend Berichte über anhaltende Gewalt gegen die Rohingya im myanmarischen Bundesstaat Rakhine. Dazu zählten Tötungen, willkürliche Verhaftungen und Einschränkungen von Freiheit, Gesundheitsversorgung und Bildung. Den Angaben zufolge sind Hunderttausende Menschen in Rakhine vom harten Regiment der Armee betroffen.

Unter den Flüchtlingen in Bangladesch grassiere „Schrecken und Panik“ angesichts der drohenden Rücksiedelung nach Myanmar. „Die Menschenrechtsverletzungen gegen die Rohingya in Myanmar zählen zu den schlimmsten Gräueltaten wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord“, so Bachelet. Die Angehörigen der muslimischen Minderheit dürften keinesfalls in diesen Zirkel der Gewalt zurückgeschickt werden.

Die Regierungen von Bangladesch und Myanmar hatten angekündigt, noch im November mit der Rückführung der Rohingya beginnen zu wollen. In den Flüchtlingslagern in Bangladesch macht sich laut Beobachtern seither Unruhe breit. Experten fürchten, dass es wie schon 2015 zu einer Massenflucht von Rohingya auf Booten über den Golf von Bengalen Richtung Malaysia kommen könnte. In dem mehrheitlich muslimischen Land halten sich nach UN-Angaben bereits mehr als 80.000 von ihnen auf.

Im August 2017 hatte die Armee von Myanmar mit der gewaltsamen Vertreibung von mehr als 720.000 Rohingya nach Bangladesch begonnen. Die Vereinten Nationen werfen dem Militär Völkermord und ethnische Säuberung vor.

Folgt uns für News auf:
https://www.facebook.com/islamischezeitungde

und:
https://twitter.com/izmedien

Noch kein IZ-Abo? Dann aber schnell!

Lade...

Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. mehr Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie "Akzeptieren" klicken.

Schließen