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Unicef fordert mehr Hilfe für 500.000 Rohingya-Kinder

Investitionen in Lern- und Ausbildungsmöglichkeiten gefordert

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Foto: Lutfi Hakim, flickr

Berlin (dpa). Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat deutlich mehr Hilfe für geflüchtete Kinder der muslimischen Rohingya-Minderheit gefordert. Es müsse mehr Investitionen in Lern- und Ausbildungsmöglichkeiten für die rund 500 000 Kinder und Jugendlichen in den riesigen Flüchtlingslagern geben, forderte die Organisation bei der Veröffentlichung eines Berichts am Freitag.

Aus Myanmar (ehemals Birma), wo die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens ist, sind seit August 2017 mehr als 730 000 Muslime ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Das Militär und die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi stehen wegen der Verfolgung der Rohingya international schwer in der Kritik. Die UN sprechen von Völkermord, die US-Regierung von ethnischer Säuberung.

„Für die Rohingya-Kinder in Bangladesch geht es um mehr als ums Überleben“, erklärte Henrietta Fore, Unicef-Exekutivdirektorin. „Für ihre Zukunft ist es zwingend notwendig, dass sie eine gute Schul- und Berufsausbildung erhalten.“

In den Lagern haben 97 Prozent der Mädchen und Jungen zwischen 15 und 18 Jahren nach diesen Angaben keinerlei Bildungs- oder Ausbildungsmöglichkeiten. Der Report warnt, dass ohne angemessene Lernmöglichkeiten Jugendliche großen Gefahren ausgesetzt seien. So gerieten verzweifelte junge Rohingya leicht in die Hände von Menschen- oder Drogenhändlern. Mädchen und Frauen in den Lagern seien nicht sicher vor Belästigung und Missbrauch.

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