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USA: In New York polarisiert ein neues Moscheebauvorhaben

Ein Bauplan provoziert

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(TMO). Der ehrgeizige Plan, eine Moschee in der Nähe des Epizentrums des 11. September 2001 zu bauen, erzeugt Hoffnung und Angst – in einer Stadt, die sich immer noch vor Terror fürchtet. Am zukünftigen Ort ist noch nicht viel zu sehen, außer einem verlassenen Textilkaufhaus, zwei Blocks entfernt vom ehemaligen Welthandelszentrum.

Feisal Abdul Rauf – Imam und einer der Verantwortlichen des Projekts – erläuterte, dass das islamische Zentrum die eintönige Straße im unteren Manhattan verändern werde. Das gleiche gelte für die Meinung der US-Amerikaner von den Muslimen seit dem 11. September. Neben einer Moschee soll das Zentrum über Sportstätten, ein Theater und möglicherweise einen Kindergarten verfügen. Es werde allen Besu­chern offen stehen und zeigen, dass Muslime Teil ihres Viertels sind – und keine abgesonderten Elemente.

„Nach unserem Kenntnisstand gibt es in den USA nichts vergleichbares“, sagte Rauf einer Nachrichtenagentur. „Dies wird ein Gemeinschaftszentrum für alle werden; nicht nur für Muslime, sondern auch für Nichtmuslime.“ In diesen angespannten Zeiten sehen sich amerikanische Moschee von der Öffentlichkeit und Sicherheitsbehörden immer mehr als mögliche Terrorquelle diffamiert. Ein gescheitertes Autobombenattentat auf dem New Yorker Times Square am 1. Mai, das mutmaß­lich von einem pakistanischstämmigen US-Amerikaner geplant wurde, bewog politische Gestalten gar zu der Forderung, wonach US-Bürgern sämtliche Rechte entzogen werden sollten, wenn sie verdächtigt werden, Terrorverbindungen zu haben.

Als eloquenter Mann klingt Rauf leicht müde, wenn er auf den heftigen Widerstand gegen die Moschee angesprochen wird. Er hoffe, das Zentrum werde als ein Katalysator fungieren, um Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft zu helfen, sich zu integrieren: „Es geht um den Aufbau einer amerikanisch-islamischen Identität, denn wir haben hier Muslime der zweiten und dritten Generation, die nicht das Gefühl haben, sie seien Teil des Landes“.

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