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Was bringen wir unseren Kindern bei? (3)

Mehrteilige IZ-Serie: Das Ziel von Erziehung ist die Hervorbringung ganzheitlicher und ehrlicher Menschen - Von Zaid Shakir

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Der dritte Punkt, der in der prophetischen Überlieferung erwähnt wird, ist der gute Charakter. Wir sollten diesen Aspekt immer wieder betonen. Unser Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Ich wurde nur entsandt, um guten Charakter zu vervollkommnen.“ Muslime waren historisch für ihre herausragenden Eigenschaften bekannt. Eine der größten Bedrohungen für den islamischen Charakter und die islamischen Verhaltensweisen ist die zeitgenössische Jugendkultur. Und eines der destruktivsten Mittel, diese Kultur zu verbreiten, ist das Fernsehen.

Eines der wichtigsten Dinge im Versuch, unseren Kindern einen guten Charakter zu vermitteln, liegt darin, sie vom Fernsehen fernzuhalten. Dies scheint eine enorme Aufgabe zu sein. Glücklicherweise ist es so, dass, wenn sie kleiner sind, ihr Universum kleiner und eher zu gestalten ist. Dies ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, die eine große Verpflichtung von Seiten vieler Familien notwendig macht.

Eltern sollten sich gegenseitig dazu ermuntern, fernsehfreie Gemeinschaften zu formen. Islamische Schulen sollten darüber nachdenken, ob sie den Elternhäusern von potenziellen Schülern zur Verpflichtung machen sollten, die Haushalte fernsehfrei zu halten. Dies ist wichtig, denn wenn ein Kind auf eine islamische Schule geht und kein Fernsehen schaut, während ihre oder seine Klassenkameraden es konstant an die Neuigkeiten von Britney Spears erinnert, dann werden viele Bemühungen der Eltern unterminiert.

Trotz des Gesagten bin ich dennoch nicht der Ansicht, dass sämtliche Filme verbannt werden sollten. Familien können ihren Kindern einen wöchentlichen Film zugestehen, wenn sie sich beispielsweise gut in der Schule machen. Sie können die Kinder einladen, um Dokumentationen, Naturfilme und andere werbefreie Filme zu sehen, über die die Erwachsenen einen Überblick haben. Eine gewisse Fernsehunterhaltung und -erziehung kann verhindern, dass die Kinder ein dauerndes Verlangen nach dem Medium haben, wenn sie vollkommen davon abgeschnitten sind.

Die wichtigste Sache besteht eher in der Vermeidung des kommerziellen Fernsehens. Die offenen und versteckten Botschaften der Sendungen beinhalten alles von der Verherrlichung von Kriminalität über die Respektlosigkeit gegenüber Älteren, krasse sexuelle Ausbeutung, die Entwicklung einer destruktiven Konsumentenkultur und die Erniedrigung von religiösen Themen. All dies lässt das Konsumieren kommerzieller Kanäle von einer religiösen Perspektive aus mit Recht fragwürdig erscheinen.

Viele Programme verfolgen offenkundig versteckte Absichten. Dazu zählen auch die Normalisierung von Praktiken, die Muslime als unpassend erachten. Ich bin der Ansicht, dass Eltern, die ihren Kindern das Anschauen des Privatfernsehens erlauben, ihre elterlichen Pflichten nicht voll erfüllen.

Wie erwähnt, müssen wir Alternativen zum kommerziellen Fernsehen anbieten. Wir können die Kinder und ihre Freunde zu einem wöchentlichen Film einladen, der natürlich mit Popcorn abgerundet wird. Wir können Filme auswählen, die einen wertvollen Inhalt haben. Daher reden wir hier nicht von drakonischen Maßnahmen, die den besorgten Eltern keine machbaren Optionen für ihre Kinder anbieten.

Eine der verheerendsten Auswirkungen des Fernsehens ist, dass es die irrtümliche Idee bestärkt, wonach es zwischen Kindheit und Erwachsenenalter eine immer größer werdende Phase der Jugend gibt, in der es funktionellen Erwachsenen erlaubt ist, sich wie Kinder zu verhalten.

Wenn wir die muslimische Welt besuchen, so können wir mit Erstaunen feststellen, dass es in Dörfern und anderen Gegenden, die nicht so sehr von der Moderne beeinflusst wurden, viel kürzere Phasen dieser Jugendzeit gibt. Ältere Kinder arbeiten auf den Feldern, verkaufen auf den Märkten und kümmern sich wie kleine Erwachsene um ihre jüngeren Geschwister. Die Idiotie und Verantwortungslosigkeit, die wir unter vielen Studenten bei uns zu Hause beobachten können, ist dort beinahe nicht vorhanden.

Dies war ebenfalls der Fall in Amerika. Thomas Edison war ein selbstgemachter Millionär, bevor er 15 Jahre alt war. George Washington war im gleichen Alter ein fähiger sozialer und politischer Denker. Grammatikschulen versahen die Kinder mit den Fähigkeiten, vor der sechsten Klasse das Denken von Erwachsenen nachzuvollziehen und daran teilzunehmen. Heute haben viele Hochschulabsolventen keine Ahnung von Logik, geschweige von anderen Grundlagen einer klassischen Erziehung.

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