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Was geschieht, wenn neue Mächte mitspielen wollen? Von Robert D. Crane

Welt im Wandel

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(IslamicCity). Als alter Beobachter des Kremls und Chinas ist das Lesen in Teeblättern mein Hobby. Dies ist aber auch Teil eines lebenslangen Berufes als kleiner Analytiker globaler Vorgänge. Aus diesem Grund berührte mich der subtile Titel von Robert Cohens Kommentar in der “New York Times” namens “From Teheran to Tel Aviv (Von Teheran nach Tel Aviv)”. Es scheint so zu sein, als würde sich die Richtung verändern.

Cohen führte in den Artikel mit einem kurzen Absatz über die Botschaft zum persischen Neujahr von US-Präsident Obama ein, die dieser an die nun offiziell anerkannte Islamische Republik Iran richtete: “Durch diese mutige Botschaft an die iranische Führung leistete Präsident Obama vier wesentliche Dinge für jede Annäherung. Er ließ den Regierungswechsel als amerikanisches Ziel hinter sich. Er legte die so-genannte militärische Option zu den Akten. Er begrub die Methode von Zuckerbrot und Peitsche, die von der iranischen Bevölkerung als nur für Esel passend angesehen wird. Und er platzierte das Nuklearprogramm des Irans innerhalb 'der vollen Anordnung der vor uns liegenden Themen'.”

Und, so fügte Cohen hinzu: “Indem er dies tut, machte es Obama beinahe unausweichlich, dass eine der bestimmenden strategischen Fragen seiner Präsidentschaft in der schmerzhaften, aber notwendigen Neubestimmungen der amerikanischen Beziehungen zu Israel besteht, während die Differenzen beider Seiten in Sachen Iran an Schärfe zunehmen werden.” Dies könnte zu einer Konfrontation mit der neuen [israelischen] Regierung Netanyahu führen.

Meine Sicht der Dinge ist einfach: Die Titanen haben angefangen, sich auseinanderzusetzen. Die “New York Times” hat oft die Berichterstattung angeführt und nun einen direkten Zugang zum Weißen Haus.

Die Pragmatiker in Washington haben den allgegenwärtigen Regierungswechsel aufgegeben. Darunter auch in Israel, was in kurzer Sicht weder für die Palästinenser, noch für die Israelis gut ist. Aber, dieses Einstellung ist wesentlich für kleine Orte wie den Irak oder Afghanistan und in großen wie die Machtzentren China und Russland, sowie ihrem strategisch gelegenen Alliierten Iran.

Mittelmächte wie Saudi-Arabien oder Ägypten könnten die Nachricht erhalten, dass sie ab jetzt auf sich alleine gestellt sind. Die meisten Regierungen – wie Frankreich (das sich um eine führende Rolle in der NATO bemüht, während es sich beinahe ein halbes Jahrhundert weigerte als amerikanischer Schuhputzer zu agieren) – werden sich pragmatisch als Antwort auf populäre Forderungen umstellen.

Sowohl die OPEC als auch die Zentralbanker der Welt diskutieren darüber, wie ein Versuchsballon gestartet werden kann, um den Weg für eine neue globale Währung bereitet werden können, bemessen an Rücklagen und von diesen unterfüttert – basierend auf einem Korb wirklicher Güter. Dies wären beispielsweise Fässer voller Öl anstatt wertloser Schuldscheine wie die flüchtigen Derivate, die heute da und morgen verschwunden sind. Vor vierzig Jahren war Kuwait das erste Land, dass eine globale Währung forderte, die durch eine Doktrin wahrer Güterdeckung bestimmt war, aber heute hat der Iran an diesem Punkt die Führung übernommen. Indem sie ein Kinderspiel unterstützen, befinden sich beide in guter Gesellschaft.

Palästina wird eine bloße Ablenkung werden, bis der Kongress eine wirkliche Lösung jener Probleme herbeiführen kann, die Amerika als Nation betreffen. Andere Länder werden sich und ihre Tagesordnungen jetzt ebenfalls verändern. Wir werden sehen … Es ist nicht so, dass die USA keine mächtige Supermacht mehr ist. Es ist nur so, dass Supermächte eben nicht mehr “Super” sind.

* Robert Dr. Crane war ehemaliger Berater von US-Präsident Nixon und ehemaliger stellvertretender Planungsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates. Crane schrieb mehr als ein Dutzend Bücher und mehr als 50 Aufsätze über vergleichbares Rechts, globale Strategie und Informationsmanagement.

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