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Wie lässt sich die Erschöpfung im Ramadan vermeiden? Praktische Tipps von Lotifa Begum

Mehr Energie für den Fastenmonat

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Foto: pixabay.com, Irina Logra

(MV Media). Als Musliminnen müssen wir ständig jonglieren: Wir haben die Rolle einer Mutter und müssen uns um die Kinder kümmern. Das heißt, kein Nickerchen von 1-2 Stunden machen zu können. Hausfrauen mit vielen Aufgaben fühlen sich, als hätten sie keine Energie mehr. Oder wir sind Schwiegertöchter beziehungsweise Berufstätige, die einfach nur nach Hause zu einem bereits vorbereiteten Fastenbrechen (arab. Iftar) kommen wollen. Es kann leicht geschehen, im Ramadan einen Burnout zu bekommen.

Viele Frauen stehen vor der Herausforderung, lange Stunden in der Küche zu verbringen (was ich als das „Küchen-Dilemma“ bezeichne), wenn sie stattdessen den Ramadan nutzen sollten, um sich auf ihre Beziehung zu Allah sowie die spirituelle Sorge für sich und ihre Familie zu konzentrieren. Oft verschwenden sie unnötig Zeit, wenn sie mit Iftar-Dinners beschäftigt sind.

Es ist schwierig für viele Schwestern, weil es auf Seiten ihrer Familien – und ihnen selbst – so viele Erwartungen gibt, sodass sie das Gefühl haben, den „sozialen Ritualen“ im Ramadan nachgeben zu müssen. Am Ende verlieren wir viel Zeit, von der wir hoffen, dass wir sie für unsere Ziele im Ramadan verwenden können.

Wenn wir geschickt mit unserer Zeit umgehen und effektiv bei unseren Entscheidungen sind, können wir einen produktiveren Ramadan haben, der nicht in der Küche verbracht wird. Oft entzieht ein langer Tag so viel Energie, dass man nicht die Energie aufbringen können, Tarawwih zu beten.

Hier sind einige Tipps, wie sich in diesem Fastenmonat Energie wiedergewinnen lässt:

1. Regelmäßige, erholsame Nickerchen
Viele Müttern und Frauen, die arbeiten, fehlt es wegen Schlafmangel allgemein an der nötigen Energie. Anfänglich ist es die Verschiebung der Schlafmuster eine Herausforderung. Vorher lässt sich das üben, indem sie sich nach dem Nachtgebet (arab. ‘Ischa) hinlegt und für ein Gebet mitten in der Nacht (Tahadschud) aufsteht. Das ist eine gute Übung, um Körper und Geist auf die Veränderungen im Fastenmonat vorzubereiten.

Einer der wichtigsten praktischen Tipps, um meine Energie zu steigern, sind erholsame Nickerchen, die meine Energie während des Tages erhöhen. Sie sollten 20-30 Minuten dauern und reichen aus, um neue Energie für die restlichen Stunden des Fastens zu tanken. Befindet eine Frau sich am Arbeitsplatz und hat keinen Platz dafür, reicht es oft, sich in ein stilles Zimmer zurückzuziehen und die Augen für 10-15 Minuten zu schließen. Versuchen Sie auch ein kurzes Nickerchen, wenn Sie nach Hause kommen, bevor Sie ihre spirituellen Aktivitäten fortsetzen.

2. Eine gesunde Ernährung planen
Einer der Gründe, warum mir in den letzten Jahren ein spirituell erfüllter Ramadan gelang, war die strikte Planung einer gesunden Ernährung. Das half mir, den Burnout zu vermeiden, wie ihn einige Schwestern erleben. Diese beinhaltet das Folgende:

– Koffein einzuschränken beziehungsweise komplett darauf zu verzichten.
– Zwischen Iftar und Schur mehr Wasser und antioxidierende Säfte zu mir zu nehmen.
– Viele Früchte, Gemüse und Datteln für anhaltende Energie.
– Keine fettige Nahrung zum Iftar und Schur.
– Mehr protein- und kohlehydrathaltige Nahrung.
– Viele, energiereiche Nahrung aus der Sunna wie Granatäpfel, Oliven, Wassermelonen, Honig et.c

All das half mir, produktiver im Ramadan zu sein. Ich ergänze diese Diät mit einem kurzen Training daheim, das ich jeden Abend vor dem Schlafengehen mache. Stretching und Bewegung erfrischen mich und bereiten mich auf einen neuen, langen Fasttag vor.

3. Die Kinder an Hausarbeit beteiligen
Viele Schwestern, die während des Ramadans daheim sind und arbeiten, empfinden es als herausfordernd, den Haushalt zu schmeißen, sich um die Kinder zu kümmern und Familientreffen zu beherbergen. Einige Müttern sind nach dem Suhur nicht mehr in der Lage, lange zu schlafen. Immerhin können diese Zeit spirituell produktiv verbringen und nach Sonnenuntergang Qur’an rezitieren und Dhikr machen. Je nachdem, wie der Tagesablauf der Kinder aussieht, können Sie nach Sonnenaufgang länger schlafen. Zwei bis drei Stunden wären gut, bevor die Vorbereitungen für die Schule beginnen. Glücklicherweise fällt dieser Ramadan in vielen Ländern auf die Ferienzeit. Also können Eltern ihre Kinder zum Mitmachen anhalten. So können diese auf ihre Geschwister aufpassen, während sie zwischen dem Mittags- und Nachmittagsgebet sich hinlegen.

4. Einfache Rezepte!
Ein weiterer Tipp, der zur Vermeidung von Erschöpfung beim „Küchen-Dilemma“ hilft, gerade bei Einladungen von Gästen, sind schnelle und einfache Rezepte, die in diesem Ramadan das Leben in der Küche leichter machen. Auf der Webseite MyHalalKitchen.com findet sich eine Auswahl, die in kurzer Zeit die Vorbereitung des Fastenbrechens erlaubt. Die schnellen und leichten Rezepte helfen uns auch dabei, die Tugenden und Lektionen des Fastens zu schätzen, die uns lehren, übermäßiges Essen zu meiden.

Stattdessen können wir unsere Energie als Mütter, Ehefrauen und Schwestern auf andere produktive und spirituell erfüllende Handlungen in diesem gesegneten Monat verwenden.

Lotifa Begum leitet bei ProductiveMuslim.com die Frauensektion.

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