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Wie sehen die Regeln aus?

Damit Muslime ihren Fastenmonat erfolgreich beginnen, durchführen und vollenden können, müssen sie einige Bedingungen erfüllen und manche Pflichtelemente vollziehen

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Foto: Azim Azimzade | Lizenz: Public Domain

(iz). Allah sagt in Seinem Edlen Buch: „Oh, die ihr Iman habt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig sein möget.“ (Al-Baqara, 183) Sobald der Mond das erste Mal zu beobachten ist, beginnt der Ramadan. Dann wird das Fasten – mit Ausnahme bestimmter Personenkreise – für einen Monat zur Pflicht.

Da es eine der fünf Säulen des Islam ist, muss jeder Mukallaf (das heißt, geistig reifer Muslim) die Regeln des Fastens kennen. Diese Bestimmungen lassen sich in zwei Bereiche unterteilen: Diejenigen, die in Verbindung mit dem Anfang und Ende des Monats stehen sowie solche, die das eigentliche Fasten betreffen.

Es ist wichtig, zu wissen, dass ein neuer Monat im islamischen Mondkalender nicht mit dem „theoretischen Neumond“ beginnt, sondern mit einer physischen Sichtung. In Vers 185 der Sura Al-Baqara heißt es: „Wer von euch diesen Monat bezeugt [das heißt, den neuen Mond], der soll fasten.“ Und der Gesandte Allahs sagte: „Beginnt das Fasten, wenn ihr ihn [den Neumond] seht und hört auf, wenn ihr ihn seht. Wenn es jedoch bewölkt ist, vollendet die 30 Tage [des Vormonats].“ Astronomische Berechnungen sind keine Beweise an sich, sondern Hinweise, wann es möglich sein kann, den Mond zu sehen. Eine Sichtung gilt erst dann als bindend, wenn sie entweder von vielen Menschen bei klarem Wetter oder bei schwierigeren Verhältnissen von zwei überragend Vertrauenswürdigen unternommen wurde.

Jeder Akt der Anbetung muss von einer Absicht (Nijja) begleitet werden. Das Fasten macht da keine Ausnahme. Die Absicht, den Monat Ramadan zu fasten, muss vor der Morgendämmerung seines ersten Tages gefasst werden. Der Gesandte Allahs sagte: „Wer seine Absicht nicht in der Nacht vor dem Fasten formuliert, hat keine.“ Diese Gewilltheit muss klar, spezifisch und unzweideutig sein.

Das Ramadanfasten ist Pflicht für jeden gesunden, erwachsenen Muslim. Es gibt bestimmte Menschen, die davon ausgenommen sind: menstruierende Frauen oder solche im Wochenbett, die Kranken, Reisende, Kinder (bis zum Erreichen der Pubertät), schwangere und stillende Frauen. Wer also krank ist, eine Verschlechterung seiner Gesundheit oder um die Chancen einer momentanen Heilung fürchtet oder sich vor einer anderen Krankheit ängstigt, der muss nicht fasten. Diese Angst muss begründet sein. Bloßer Hunger ist keine Krankheit. Ausgefallene Tage müssen nachgeholt werden. Stillende Frauen müssen jedoch zusätzlich pro Tag eine bestimmte Fidya [in haltbaren Naturalien] bezahlen. Empfohlen ist dies auch für Personen, die wahrscheinlich nie wieder in der Lage sein dürften, die Tage nachzuholen.

Das arabische Wort für das Fasten (Saum) leitet sich von Enthaltsamkeit ab. Im Kontext der Schari’a jedoch meint Saum etwas Spezifisches: die absichtsvolle Enthaltsamkeit von Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr. Das Ganze im Rahmen der festgelegten Frist. Nach Sonnenuntergang und bis zur Morgendämmerung besteht dieses Verbot natürlich nicht.

Aus dem Verbot von Trinken und Essen kann abgeleitet werden, dass nichts über den Mund oder die Kehle den Körper erreichen darf. Auch Rauchen oder die orale Einnahme von Medikamenten bricht das Fasten. Das Verbot von Geschlechtsverkehr ist auf jede andere sexuelle Aktivität oder Stimulierung ausgeweitet, die zu körperlicher Erfüllung führt.

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Ali Kocaman

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