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Wie wird man Muslim?

Jede(r) kann Muslim werden

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Jeder kann Muslim werden.

Wir Muslime glauben an Allah und an Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten, an den Jüngsten Tag, die Vorherbestimmung, sei es im guten oder schlechten, und an die Wiederauferstehung nach dem Tode. Muhammad, Friede und Segen Allahs seien mit ihm, sagte: „Sagt mir, wenn einer von euch einen Fluss vor seiner Tür hätte und darin fünf mal jeden Tag badete, würde irgendwelcher Schmutz an ihm bleiben? Ihm wurde geantwortet: ‘Nein, kein Schmutz würde bleiben.’ Er fuhr fort: ‘Genauso ist es mit den fünf Gebeten. Durch sie löscht Allah alle falschen Taten aus.’“

Es gibt immer wieder Europäer, die den Islam finden. Das mag erstaunen, ist aber so. Auch heute, trotz des verbreiteten negativen Images des Islam hierzulande. Es ist immer wieder sehr bewegend, anwesend zu sein, wenn ein Mensch den Islam annimmt und die Glaubensbezeugung, die Schahada, ausspricht. Auch wenn man dies schon häufiger miterlebt hat, ist es immer wieder ein besonderes, erhebendes Gefühl, das regelrecht Gänsehaut hervorruft. Manchmal wird die Schahada im kleinen Kreis, vielleicht in der Wohnung befreundeter Muslime, gesprochen, manchmal in einer Moschee vor einer großen Zahl anwesender Muslime. Besonders schön ist es dann, wenn die Schahada drei mal wiederholt wird und dabei alle Anwesenden sie laut mitsprechen. Als neuer Muslim ist man in einer solchen Situation und angesichts einer Entscheidung von einer solchen Tragweite in der Regel überwältigt. So mancher hat weiche Knie und zittert, manchmal fließen auch Tränen. Dies setzt sich dann fort, wenn die anwesenden Muslime der Reihe nach dem neuen Mitglied der Gemeinschaft gratulieren, es umarmen und herzlich willkommen heißen.

Im Grunde nimmt man ja keinen neuen Glauben an, zu dem man „konvertiert“, sondern erkennt lediglich die Wahrheit und Wirklichkeit an, die man zuvor bedeckt oder verleugnet hat. Im Qur’an heißt es, dass Allah am Beginn der Schöpfung alle Seelen, die je ins Leben gerufen werden, gefragt hat: „Bin Ich nicht euer Herr?“ Und sie antworteten: „Ja, wir bezeugen es.“ Damit wurde gewissermaßen ein Urvertrag geschlossen, der bis zum Ende der Zeit Bestand hat. Man kehrt also zu seinem Ursprung zurück, zum „Din Al-Fitra“, dem Glauben der natürlichen Veranlagung.

Die Bestätigung ist einfach und umschließt praktisch die Akzeptanz der fünf Säulen des Islam, über die man zuvor aufgeklärt wird:

1. Schahada – Die Bezeugung. Zu bezeugen, dass es keine Gottheit außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.

2. Salah – Das Gebet. Die fünf verordneten täglichen Gebete im notwendigen Zustand der rituellen Reinheit zu verrichten.

3. Zakat – Die Armensteuer. Jährlich ein Vierzigstel des überschüssigen Reichtums zu bezahlen, um zum Beispiel den Bedürftigen der Gemeinschaft zu helfen.

4. Saum – Das Fasten. Sich während des Monats Ramadan allen Essens, Trinkens und des Geschlechtsverkehres von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang zu enthalten.

5. Hadsch – Die Pilgerreise nach Mekka. Wenn es einem möglich ist, einmal im Leben während des dafür bestimmten Monats nach Mekka zum Hause Allahs zu reisen, um die überlieferten Riten der Hadsch auszuführen.

Dann wird die Schahada – die Bezeugung – nachgesprochen, wobei zwei Zeugen anwesend sein sollen. Sie besteht aus den Worten: ASCHHADU AN LAA ILAHA ILLA LLAH – Ich bekenne, dass es keinen Gott außer Allah gibt – WA ASCHHADU ANNA MUHAMMADAN RASULULLAH – Und ich bekenne, dass Muhammad (Friede sei mit ihm) der Gesandte Allahs ist.

Islam ist einfach zu praktizieren. Auch wenn der Islam ein Meer des Wissens ist, die wichtigsten Regeln sind schnell verstanden. Man lernt mit anderen Muslimen die Waschung, einige kurze Suren zum Beten und kann dann als Muslim praktizieren und natürlich in der zu wählenden Gemeinschaft weiterlernen.

Sura Al-Ikhlas gehört nach der Sura Al-Fatiha, die in jedem Gebet rezitiert werden muss, zu den ersten kurzen Suren, die man lernen kann: QUL HUWA LLAHU AHAD – Sprich, Er ist Allah, der Einzige; ALLAHU S-SAMAD – Allah, der Absolute und Unabhängige, von dem alles abhängt. LAM YALID WA LAM YULAD – Er zeugt nicht und ward nicht gezeugt. WA LAM JAKUN LAHU KUFU AN AHAD – Und keiner ist Ihm gleich.

Weitere Informationen gibt es bei der IZ-Redaktion, dem Weimar Institut (weimar-institut.net), jeder Moschee oder den islamischen Gemeinschaften

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