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Wiederbelebung traditioneller islamischer Bildung

Projekt Madrasah.de

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(iz). Jahrelang dominierten der Modernismus (in Inhalt und Form), Strukturen des poli­tischen Islam sowie einige Randgrup­pen, die sowieso schon spärlich vorhandene islamische Lehre. Wer eine ­fundier­te Ausbildung wollte, musste entweder Glück haben, mit dem Vorhandenen vorlieb neh­men oder ins Ausland gehen.

Angefangen mit den Kursen zur „Islamo­logie“, die vor einigen Jahren von Amir Zaidan ins Leben gerufen wurden, gibt es mittlerweile einige Projekte auf Graswurzelebene, die sich im die Vermittlung eines traditionellen islamischen Wissens (im Gegensatz zu den Extremen unserer Zeit) bemühen.

Eines davon ist Madrasah.de. Es will unter dem Motto „Madrasah – Dein Tor zum Wissen“ Menschen im deutschsprachigen Raum unterstützen, die auf der Suche nach traditionellen islamischen Wissensquellen sind. Auf der Webseite von Madrasah.de sind Kontaktdaten zu den verschiedenen Lehrkreisen, Informationen über die einzelnen Lehrer und Bilder aus vergangenen Seminaren zu ­finden. Der Multimediabereich kommt der Neigung der Jugend entgegen, Bild und Ton in Sache Wissensvermittlung zurückzugreifen.

„Madrasah.de ist eine Organisation, die nicht in Kontakt mit Regierungen, politischen Parteien oder Gruppen steht. Auch ist die Arbeit von madrasah.de weder einem bestimmten Scheich, noch einem einheitlichen spirituellen Weg oder einer bestimmten religiösen Gruppe zugehörig und die Kurse sind offen für alle, die sich für islamisches Wissen interessieren“, findet sich hierzu auf der Webseite des Bildungsprojektes.

Man plane, landesweit sowie im virtuellen Raum des Internets Kurse und Seminare für Männer und Frauen mit verschiedenen Hintergründen und Stufen des islamischen Wissens anzubieten. Madrasah steht nach Auskunft von Dr. Mahmud Kellner, einem der ­beteiligten Lehrer, „für die Wiederbelebung traditio­neller islamischer Bildungswege; ‘.de’ dafür, dass das Projekt auf den deutschsprachigen Raum bezogen ist. Das westliche akademische Bildungssystem hat – wie George Makdessi gezeigt hat – tiefe Wurzeln im islamischen Bildungssystem.“ Insofern habe der Begriff „Madrasah“ auch einen kulturverbindenden Aspekt, so Dr. Kellner.

„Wir glauben, dass Muslime erst auf der Basis von fruchtbarem Wissen um die Religion wirklich einen konstruktiven Platz in der Gesellschaft einnehmen können. Die innere Entwicklung, die durch Wissen in Gang gesetzt werden kann, hilft ihnen, in einer nichtmuslimischen Umgebung korrekt zu leben“, lautet die Einschätzung des Lehrers bei Madrasah.de.

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