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Zeit für Solidarität, Hilfsbereitschaft und Verantwortung

IGMG-Chef Ergün ruft zum gesellschaftlichen Zusammenhalt auf

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Foto: Designed by Freepik

Köln (igmg.org). „Der derzeit beste verfügbare Mittel gegen das Coronavirus ist gesellschaftliche Solidarität, Hilfsbereitschaft, Fürsorge und Spendenbereitschaft, aber auch Verzicht“, erklärt Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich der aktuellen Situation. Kemal Ergün weiter:

„In Krisenzeiten wie diese zeigt sich, wie stark eine Gesellschaft ist. Wir stehen jetzt gesamtgesellschaftlich in der Pflicht, solidarisch, hilfsbereit, großzügig und verantwortungsbewusst zu sein. Dazu gehört es vor allen Dingen, sich an die Anweisungen und Empfehlungen der Ministerien, Ämter und Behörden zu halten. Vor diesem Hintergrund wird die IGMG auf das für Ende April angesetzte traditionelle Iftar-Essen im Fastenmonat Ramadan verzichten.

Wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen in die Wege geleitet, um unseren Teil zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Coronavirus beizutragen. Es liegt aber auch an jedem selbst, sich unbedingt verantwortungsbewusst zu verhalten, Menschenansammlungen fernzubleiben und soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.

Zur gesellschaftlichen Solidarität gehört es auch, dass Stärkere sich um die Schwachen kümmern. Wer jung und kräftig ist, kann sich beispielsweise anbieten, für Risikogruppen die Einkäufe zu erledigen; wer Kapazitäten und Möglichkeiten hat, kann sich für Kinderbetreuung anbieten, um Eltern zu entlasten, die arbeiten müssen. Die Möglichkeiten der nachbarschaftlichen Fürsorge sind vielfältig.

Auch wir sehen uns als islamische Religionsgemeinschaft in der Pflicht und haben bereits diverse Projekte angestoßen – weitere werden konzipiert und koordiniert – mit Unterstützung unserer Ortsgemeinden. Dabei möchten wir auch die religiöse Versorgung von Musliminnen und Muslimen – insbesondere mit Blick auf Ältere – gewährleisten und arbeiten an diversen digitalen Lösungen.

Des Weiteren rufen wir alle gesunden Menschen ab 18 Jahren dazu auf, Blut zu spenden. Spenderblut können vielfach Leben retten. Dem ‚Deutschen Roten Kreuz‘ zufolge kann die Patientenversorgung in innerhalb kurzer Zeit nicht mehr abgesichert werden, wenn wegen der Coronavirus-Pandemie in den kommenden Tagen nicht genügend Blutspenden eingehen. Auch hier stehen wir in der Verantwortung – vor allem am Anfang dieser Pandemie.

Trotz des Ernstes der Lage gibt es keinen Grund, in Hysterie oder Panik zu verfallen. Wenn jeder Einzelne seinen Teil dazu beiträgt, werden wir diese Zeit durchstehen. Dazu gehört es auch, besonnen und verantwortungsvoll einzukaufen, sich von Panikmache und Fake News in sozialen Medien nicht verrückt machen zu lassen – die allermeisten Supermarktregale sind voll und nicht leer. Die verantwortlichen Stellen teilen mit, dass es keine Lieferengpässe gibt und die Versorgung gewährleistet ist. Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln.“

Info: Blutspende-Hotline
0800/1194911
www.blutspende.de

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