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Zeitung: Rechtsextreme bedrohen Politiker und Wissenschaftler

„Gegen extremistische Islamkritik vorgehen“

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Köln (KNA). Dem Islam gegenüber moderat eingestellte deutsche Politiker, Wissenschaftler und Journalisten werden nach Erkenntnissen des „Kölner Stadt-Anzeigers“ von Rechtsextremisten bedroht. Auf der Internetseite „Nürnberg 2.0“ kündigten die Extremisten den Aufbau einer „Erfassungsstelle zur Dokumentation der systematischen und rechtswidrigen Islamisierung Deutschland und der Straftaten linker Faschisten zur Unterdrückung des deutschen Volkes“ an, schreibt das Blatt. Unter den hier aufgeführten Personen befänden sich der seit Jahren gegen Rechtsextremismus engagierte SPD-Innenexperte Sebastian Edathy und der Vorsitzende des Auswärtigen Auschusses, Ruprecht Polenz (CDU), der einen EU-Beitritt der Türkei befürwortet.

Weiter sind der Zeitung zufolge der Osnabrücker Migrationswissenschaftler Klaus Jürgen Bade und der Bielefelder Soziologe und Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Wilhelm Heitmeyer, aufgeführt. Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, und der Chefredakteur des „Stern“, Andreas Petzold, fänden sich auf der Liste, hieß es.

Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ bezeichnen die Rechtsextremisten es als Ziel der Projekts, „Rechtsverstöße zu erfassen, die Verantwortlichen zu benennen und sie zu einem geeigneten Zeitpunkt öffentlich dafür, nach dem Muster des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses, zur Verantwortung zu ziehen“. Bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen von 1945 bis 1949 wurden gegen Verantwortliche des Deutschen Reichs zur Zeit des Nationalsozialismus auch 24 Todesurteile gefällt.

„Der Bundesinnenminister wäre gut beraten, wenn er gegen extremistische Islamkritik im Internet vorgeht“, sagte Edathy der Zeitung. Diese seien „Wegbereiter von Terrorakten und Stichwortgeber für Leute, die bereit sind, Gewalt anzuwenden“.

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