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Zu Gast bei der Tortenbäckerin

Dynamisch und positiv: Ebru Günal hat bei „Das große Backen“ die Herzen gewonnen

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Foto: SAT1 | Das Große Backen

(iz). Sie ist niemandem entgangen, der ab und zu auf den Fernsehsender SAT1 schaltet. Ebru Günal eroberte mit ihrer sympathischen und positiven Art in der Sendung „Das große Backen“ die Herzen der Zuschauer. Auf eine authentische Weise bietet sie eine Abwechslung von gewohnten Bildern von Muslimen im Fernsehen. Wir sprachen mit ihr über ihre Erfahrungen mit der Öffentlichkeit, sowie über ihre Leidenschaft zum Backen.

Islamische Zeitung: Wie war Ihre Erfahrung am Set von „Das große Backen“?

Ebru Günal: Dort war man so tolerant und lieb zu mir, dass ich nichts Schlechtes sagen kann. Ich wurde richtig gut behandelt. Auch beim Essen wurde darauf geachtet, dass es etwas Vegetarisches im Angebot gab. In dieser Hinsicht ist es mir wirklich leicht gemacht worden. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich fremd sei oder nicht dazu gehöre. Wie man sehen kann, hatte ich auch wirklich Spaß bei der Show.

Islamische Zeitung: Wie war der Umgang mit den JurorInnen?

Ebru Günal: Sie waren abends auch da, wenn wir zusammensaßen. Die waren ganz cool. Enie war interessiert, weil sie zuvor noch keine Erfahrungen mit einer praktizierenden Muslima hatte.

Islamische Zeitung: Wie kam es eigentlich, dass Sie bei „Das große Backen“ gelandet sind?

Ebru Günal: Ich backe seit rund zwei Jahren, seitdem meine Tochter da ist. Zuhause war es wirklich langweilig. Wir haben das zwischendurch zusammen geguckt und uns gedacht, dass es toll wäre, würde ich mich auch bewerben. Ich dachte mir, ich passe nicht ins Bewerberprofil und dass sie mich nicht nehmen würden. Bisher habe ich mit Ausnahme von „Dein Kind, mein Kind“ noch keine Kopftuchträgerin in solch einer Sendung gesehen. Vor meiner Auswahl haben sich die Macher der Sendung einen Tag Bedenkzeit gegeben, um zu entscheiden, ob ich mitmachen kann oder nicht.
Ich habe mich ja nur mit Bildern von meinen Torten und einem Lebenslauf beworben. Später rief SAT1 bei mir an, man bräuchte noch ein Bild von mir. Ich habe ein Bild von unserer Familie geschickt. Man hat sich bei mir gemeldet und ich kam zum ersten Casting. Dafür sollten wir zu Hause eine eigene Torte backen sowie im Studio eine Donauwelle. Am Ende sind wir zurückgefahren. Zwei Wochen vor der Sendung angerufen und mir mitgeteilt, dass ich angenommen sei.

Foto: SAT1 | Das Große Backen

Foto: SAT1 | Das Große Backen

Islamische Zeitung: Woher kommen die Ideen für die Torten?

Ebru Günal: Wir hatten einen Monat lang Zeit, uns etwas auszudenken. So musste ich mir überlegen, was ich beispielsweise zum Thema „Oktoberfest“ machen würde. Da ist mir eine Reportage darüber eingefallen, dass das jetzt auch in Dubai beliebt ist. Allerdings sind deren Dirndl so teuer, dass wir uns das niemals leisten könnten. Da habe ich mir meinen Glitzerfummel ausgedacht. Ich weiß von einer Konditorei, dass manche Torten richtig teuer werden können. Eine 24-er Motivtorte ist beispielsweise für 70 bis 80 Euro zu haben. Da steckt viel auch Zeit und Aufwand drin. Für Geburtstage ist das eine schöne Idee. Dann backe ich eben eine Torte, die dann mein Geschenk an die Person ist.

Islamische Zeitung: Gibt es Vorbilder für das Backen?

Ebru Günal: Ich finde mich eigentlich selbst ganz toll. Ich habe niemanden, bei dem ich sagen würde, ich wäre gern genauso wie sie oder er. Normalerweise halte ich es bei mir zu Hause einfach, nicht mehr als drei Schichten in der Torte. Aber bei der Show gab es beispielsweise einmal die Vorgabe, Gewürze zu benutzen.

Islamische Zeitung: Haben Sie Pläne, das Backen fortzuführen?

Ebru Günal: Ich hoffe, dass ich auf Youtube mehr Anhänger finde, um die Haushaltskasse ein bisschen aufzubessern. Einen Vollzeitjob kann ich mir wegen meiner Tochter nicht vorstellen. Toll wäre es, zwischendurch irgendwo mitzumachen, wo ich zeige, was ich kann. Über einen langen Zeitraum hinweg möchte ich nicht auf meine Familie verzichten.

Islamische Zeitung: Vielen lieben Dank für das Gespräch. (js)

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